So erkennen Sie Betrug online und offline

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Gerade in Zeiten von Unsicherheit haben Betrüger Hochkonjunktur – so auch während der Corona-Pandemie. Der in den vergangenen Monaten boomende Online-Handel und das veränderte Kaufverhalten vieler Kunden hat Kriminellen neue Möglichkeiten eröffnet. Aber auch offline versuchen Betrüger die Verunsicherung vieler Menschenauszunutzen.
Damit Sie im Alltag sicher unterwegs sind und Fallen rechtzeitig erkennen, haben wir Ihnen einen Überblick über die momentan verbreitetsten Betrugsmethoden zusammengestellt.

So erkennt man Betrug

Bin ich mit einer Betrugssituation konfrontiert? Um diese Frage beantworten zu können, sollten Sie die folgenden beiden Grundmuster im Hinterkopf behalten:
  1. Ein Betrüger wird ihnen etwas anbieten, das normalerweise einfach zu gut klingt, um wahr zu sein.
  2. Ein Betrüger bittet Sie um etwas und verpackt dies in einem vorgetäuschten Notfall, der Sie dazu bringen soll, überhastet und unüberlegt zu handeln.

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Häufige Betrugsmaschen

Im Folgenden erklären wir Ihnen momentan häufig auftretende Betrugsmaschen und wie Sie sich dagegen wappnen können: 
  • Betrügerische Online-Händler: Während des Lockdowns im Frühjahr waren manche besonders nachgefragten Produkte wie Hygiene-Artikel sehr knapp. Betrüger haben das genutzt und diese Produkte online auf Handelsplattformen angeboten – obwohl sie diese Produkte gar nicht vertreiben. Bevor Sie daher bei einem Online-Händler einkaufen, recherchieren Sie nach Händler-Bewertungen und überprüfen Sie, ob der Verkäufer wirklich seriös ist.
  • Vermeintliche Wundermittel gegen das Virus: Noch existiert keine offiziell bestätigte Behandlungsmethode für COVID-19. Manche Kriminelle nutzen das aus und verkaufen online angebliche Wundermittel gegen das Virus. Recherchieren Sie daher die Wirksamkeit und Auswirkungen von Medikationen, etwa auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts oder des Paul-Ehrlich-Instituts.
  • Charity-Betrug: Betrüger nutzen häufig Not- oder Katastrophensituationen, um Verbraucher um Spenden für vermeintlich karitative Organisationen zu bitten. Bevor Sie solche Gesuche jedoch akzeptieren, sollten Sie Hintergrundinformationen zu der Organisation recherchieren. Prüfen Sie Bewertungen und versuchen Sie zu ermitteln, wie viel Geld wirklich direkt an den wohltätigen Zweck fließt. Auch bei Privatpersonen, die für einen guten Zweck Spenden sammeln, sollten Sie kurz innehalten und die Seriosität und guten Absichten des Anbieters überprüfen. 
  • Vorgetäuschter familiärer Notfall: Ein Betrüger kann sich als ein Verwandter oder Freund ausgeben und Sie bitten, sofort Geld zu schicken, um in einem vorgetäuschten Notfall zu helfen. Bevor Sie auf solche Anfragen antworten, prüfen Sie die Identität dieser Person. Stellen Sie ihr beispielsweise Fragen, die ein Fremder nicht beantworten könnte. Oder wenden Sie sich an ein Familienmitglied oder einen Freund, der den Notfall bestätigen könnte.
  • Falscher Mitarbeiter: Immer wieder geben sich Trickbetrüger als Mitarbeiter öffentlicher Behörden wie der Polizei oder der Rentenversicherung aus. Per Telefon oder E-Mail versuchen sie dann, im Namen dieser Organisationen persönliche Daten zu erschleichen. Etwa, indem sie Kurzarbeiter um weitere persönliche Angaben bitten, damit deren Kurzarbeitergeld ausgezahlt wird. Grundsätzlich gilt jedoch: Mitarbeiter öffentlicher Stellen wenden sich nur in seltenen Ausnahmefällen telefonisch an Sie und fragen sensible persönliche Daten nicht per E-Mail ab. 
  • Rechnungsbetrug: Betrüger nutzen die Pandemie auch, um sich als Vertreter seriöser Unternehmen oder Marken auszugeben und in deren Namen per E-Mail gefälschte Rechnungen zu versenden. Sollten Sie eine solche Rechnungsmail erhalten, seien Sie wachsam – besonders beim Öffnen von Links oder Anhängen. Falls Sie keine Rechnung von diesem Unternehmen erwarten, prüfen Sie nach Möglichkeit, ob es sich um eine echte Rechnung handelt, indem Sie beispielsweise den Kundenservice kontaktieren oder sich gegebenenfalls in ihr Kundenkonto einloggen.
  • Schuldenbetrug: Sie wurden von einem Inkassobevollmächtigten oder Gerichtsvollzieher kontaktiert und aufgefordert, angebliche Schulden zu begleichen, die Ihnen völlig unbekannt sind? Dann prüfen Sie zunächst, ob die Angaben des vermeintlichen Schuldeneintreibers stimmen. Und überweisen Sie keinesfalls vorher das Geld.

Wie PayPal Betrugsopfern helfen kann

Wenn Sie glauben, dass Ihr Konto bei PayPal von Betrug betroffen ist, können Sie den Vorfall über die Konfliktlösung an PayPal melden. Hier einige Beispiele dafür, was Sie melden können:
  • Unbefugte oder verdächtige Aktivitäten in Ihrem PayPal-Konto, z.B. mehrfache Kontobelastungen für denselben Kauf oder von der eigentlichen Kaufsumme abweichende Beträge
  • Transaktionen, die Sie auf Ihrem PayPal-Konto nicht autorisiert haben
  • Wenn Sie einen PayPal-Händler für eine Ware oder Dienstleistungen bezahlt, diese aber nicht erhalten haben
  • PayPal-Händler, die Ihnen betrügerisch anmuten

An welche Stellen Sie sich als Betrugsopfer noch wenden können

Falls Sie über eine andere Handelsplattform oder Zahlungsart Opfer eines Betrugs geworden sind, können Sie sich zudem an weitere öffentliche Stellen wenden. Dazu gehören etwa:

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