Vier unverzichtbare Strategien für den Umgang mit Cyber-Betrug
16.09.2020

Sicherheit

Vier unverzichtbare Strategien für den Umgang mit Cyber-Betrug​

Die digitale Transformation ermöglicht es uns, jederzeit miteinander zu kommunizieren und von überall aus einzukaufen. Sie bringt aber auch ganz neue Möglichkeiten des Cyber-Betrugs mit sich. Dies lässt sich nicht komplett vermeiden, doch Sicherheitsexperten empfehlen eine Vier-Schritte-Strategie, um Risiken zu minimieren.

Wir können uns glücklich schätzen, in Zeiten der digitalen Transformation zu leben. Durch die stetige Weiterentwicklung digitaler Technologien können wir mit Menschen aus aller Welt in Verbindung bleiben, alles sofort nachschlagen und ganz bequem von zu Hause aus ein- oder verkaufen. Es bieten sich dadurch aber auch ganz neue Möglichkeiten für Cyber-Kriminalität.

Die gute Nachricht: Die weltweiten E-Commerce-Umsätze für 2019 werden auf umgerechnet 3,3 Billionen Euro geschätzt.1 Die schlechte: Bereits jetzt betragen die Schäden durch Betrug im E-Commerce mindestens 29 Milliarden Euro.2

Viele Unternehmen verwenden ihres Erachtens schon jetzt zu viel Zeit darauf, Betrug entgegenzuwirken. Zudem können die Folgen von Cyber-Kriminalität sehr kostspielig sein. Sie ist nervenaufreibend und Rückbuchungen führen zu Verlusten. Davon abgesehen, verursacht Cyber-Kriminalität auch versteckte Kosten bei Abläufen wie abgelehnten oder stornierten Bestellungen, den Verlust von Kundenvertrauen, ungeklärte Versandkosten, vergeblichen Arbeitsaufwand und mehr. 

Vorsicht ist immer besser als Nachsicht

Es gibt zwar keine Möglichkeit, Kriminelle davon abzuhalten, Ihr Online-Geschäft ins Visier zu nehmen, doch Sie können selbst etwas tun, um sich zu schützen. Indem Sie sich schon vorher eine Strategie für den Umgang mit Cyber-Betrug zurechtlegen, vermeiden Sie schwerwiegendere Konsequenzen, die im Betrugsfall entstehen können. Die Kosten für den Schutz Ihres Unternehmens sind mit denen eines eventueller Verluste natürlich nicht zu vergleichen.

Experten für Cyber-Sicherheit empfehlen eine Vier-Schritte-Strategie, um negative Folgen für Unternehmen zu minimieren. Damit Sie Ihr Unternehmen bestmöglich schützen können, ist es wichtig, alle vier Schritte zu kombinieren.

  1. Informieren Sie Ihr Team über die Angriffsmethoden von Betrügern. Legen Sie sich ein Trainingsprogramm zurecht oder bauen Sie Ihr bestehendes Trainingsprogramm aus, um Mitarbeiter zu schulen, die mit Bestellannahme, -bestätigung oder Versand betraut sind. Cyber-Kriminalität ist am erfolgreichsten, wenn sie unentdeckt bleibt. Sammeln Sie täglich aktuelle Informationen zu den neuesten Betrugstechniken und -trends und leiten Sie diese weiter.
  2. Erstellen Sie ein Finanzmodell für Betrugsfälle. Man kann sein Unternehmen nie hundertprozentig vor Betrug schützen, ohne Bestellungen abzulehnen. Analysedaten können daher hilfreich sein, um zu ermitteln, wo Betrug am ehesten stattfindet (etwa nach Produkt, Region oder benutztem Gerät). Auch die Analyse der Gewinnspanne unterschiedlicher Produkte ist wichtig. Je profitabler ein Produkt ist, desto mehr Risiko können Sie eingehen – und umgekehrt. Stellen Sie es sich so vor: Wenn Sie ein Produkt für 10.000 € mit einer niedrigen Gewinnspanne von beispielsweise 500 € produzieren und verkaufen, würden Sie den Verlust durch Betrug schwer zu spüren bekommen. Tatsächlich müssten Sie dann noch 20 solcher Artikel verkaufen, nur um diesen Verlust auszugleichen. Betrugsvektoren und Verlustanalysen können bei der Entscheidung helfen, welche Transaktionen ein Risiko wert sind und welche nicht.
  3. Nutzen Sie bestehende Betrugsmanagement-Tools. Selbst grundlegende Tools wie Adressprüfungsdienste, der Sicherheitscode auf der Kreditkarte  und der Vergleich von Risikoschwellenwerten helfen dabei, betrügerische Transaktionen ohne Umsatzeinbußen zu minimieren – doch 40 Prozent der Unternehmen nutzen nicht einmal einfache Dienste wie die Verifizierung der Postanschrift.3 Schützen Sie sich noch besser, indem Sie fortschrittliche Tools zur Betrugsbekämpfung wie benutzerdefinierte Regeln oder Verwendungsentscheid-Transaktionen mit einem maßgeschneiderten Dashboard für die Bewertung der Verkäufe einführen. So bleiben Automatisierung und gesunder Menschenverstand im Gleichgewicht.
  4. Wählen Sie einen starken Partner für Zahlungen. Ihre Zahlungsplattform sollte es ermöglichen, Zahlungsdaten zu schützen und dennoch den Kunden das Einkaufen zu erleichtern – so, wie es bei den Lösungen von PayPal der Fall ist. Zahlungs- und Kundendaten werden im PayPal-Vault gespeichert. Dies erleichtert Ihnen nicht nur die Einhaltung des Regelwerks zu Abwicklung von Kreditkartentransaktionen (Payment Card Industry Data Security Standard). Sie können mit PayPal gegebenenfalls auch höhere Konversionsraten erzielen, indem zeitaufwändige und unbequeme Abläufe reduziert werden und gleichzeitig das Betrugsrisiko gemildert wird. Wie PayPal sollten auch Ihre Geschäftspartner Programme anbieten, die Ihnen helfen, sich gegen geläufige Betrugsarten zu schützen. Auch anpassbare Angebote, die Ihnen mehr Kontrolle und Schutz bieten, sollten selbstverständlich sein.

Unternehmer sind häufig überrascht, wie einfach sich diese Strategien in die Tat umsetzen lassen. Meist wird im ersten Schritt eine Technologieplattform ausgewählt, die all diese Strategien in einem Paket vereint. Skalierbare Lösungen unterstützen außerdem oft aktuelle und zukünftige Zahlungsmethoden und Sicherheitsfunktionen mit einer einfachen Integration.

Wenn Sie mit einer anderen Plattform arbeiten, sollten Sie sich jetzt einige wichtige Fragen stellen, um herauszufinden, welche Schutzmöglichkeiten es für Ihr Unternehmen gibt. Welche Tools, Prozesse, Systeme, Analysen und Partnerschaften möchten Sie aufbauen? Das Umfeld für Cyber-Kriminalität verändert sich stetig, und es ist besser, schon jetzt Strategien und Richtlinien einzuführen, die Ihr E-Commerce-Business jetzt und in Zukunft schützen.

Hinweis:

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https://www.emarketer.com/Article/Worldwide-Retail-Ecommerce-Sales-Will-Reach-1915-Trillion-This-Year/1014369
https://www.pymnts.com/news/2015/2014-fraud-spike-cost-u-s-retailers-32-billion/
https://www.cybersource.com/content/dam/cybs2019/documents/en/global-fraud-report-2019.pdf

 

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