Wie funktioniert der PayPal Käuferschutz?
12.02.2021

Wie funktioniert der PayPal Käuferschutz?

Falls bei einem mit PayPal bezahlten Kauf etwas schief geht, kann der PayPal-Käuferschutz helfen. Wir erklären, wann dieser gilt, wie er funktioniert und was zu beachten ist.

Der PayPal-Käuferschutz ist ein Service von PayPal und eine kostenlose Zusatzleistung für Käufer. PayPal bietet mit dem Käuferschutz ein zusätzliches Maß an Sicherheit und geht damit weiter als die üblichen Standards von Zahlungsdienstleistern. Grundsätzlich greift der PayPal-Käuferschutz in zwei Fällen: Wenn der gekaufte Artikel nicht beim Käufer ankommt oder wenn der gekaufte Artikel erheblich von der Beschreibung des Händlers abweicht. Gesetzlich festgelegte Verbraucherrechte wie Widerruf oder Gewährleistung bleiben hiervon aber unberührt. Hat ein Kunde also zum Beispiel Ware bestellt, die ihm nicht gefällt und er sendet sie rechtzeitig zurück, fällt dies unter das Widerrufsrecht, aber nicht unter den PayPal-Käuferschutz. Zudem gilt der Käuferschutz für einige Waren und Dienstleistungen, wie beispielsweise den Erwerb von Fahrzeugen, nicht. Eine Liste dieser Ausnahmen ist hier zu finden. 

Was kostet der PayPal Käuferschutz?

Kommt der gekaufte Artikel nicht beim Käufer an oder weicht der gekaufte Artikel erheblich von der Beschreibung des Händlers ab, können PayPal-Kunden den Käuferschutz in Anspruch nehmen. Der Käuferschutz ist kostenlos. Er kann jedoch nur beantragt werden, wenn die Ware über die Funktion Geld senden für „Waren und Dienstleistungen“ bezahlt wurde.

Denn bei PayPal gibt es zwei Möglichkeiten, Geld zu senden. Zum einen die gebührenfreie Variante „Geld an Freunde und Familie senden“ und zum anderen die für Verkäufer gebührenpflichtige Variante „Geld senden für Waren und Dienstleistungen“. Der PayPal-Käuferschutz und PayPal-Verkäuferschutz gelten nur bei Letzterem. Schlägt ein Käufer oder Verkäufer vor, für die Bezahlung der Ware „Geld senden an Freunde und Familie“ zu nutzen, sollte dies also stets abgelehnt werden, da es sich um einen versuchten Betrug handeln könnte und Käufer keinen Antrag mehr auf Käuferschutz stellen können. Ein gern genutztes Argument lautet an dieser Stelle „So können wir uns die PayPal-Gebühren sparen“. Stimmt der Käufer zu, gibt er damit die mögliche Absicherung über den PayPal-Käuferschutz auf. Die Gebühren für eine PayPal-Zahlung fallen jedoch nur auf der Verkäuferseite an, Gebühren werden also ausschließlich für den Empfang von Zahlungen erhoben. Das Bezahlen mit PayPal in der Eurozone ist grundsätzlich gebührenfrei.

Diese Frist gilt beim Käuferschutz

Kommt die mit PayPal bezahlte Ware nicht an oder weicht erheblich von der Beschreibung ab, haben Kunden 180 Tage Zeit, PayPal die Problematik zu melden. Nach Meldung des Konflikts haben beide Parteien, also Käufer und Verkäufer, weitere 20 Tage Zeit, um gemeinsam zu einer Lösung zu gelangen. Kann keine einvernehmliche Lösung herbeigeführt werden, haben beide Parteien die Möglichkeit den Fall zur Prüfung an PayPal zu eskalieren. Erst dann wird ein Antrag auf Käuferschutz gestellt. PayPal prüft und bearbeitet jeden Antrag auf Käuferschutz individuell und fordert gegebenenfalls weitere Informationen oder Dokumente von Käufer und Zahlungsempfänger an, um eine Klärung herbeizuführen. Je schneller und vollständiger der Kunde PayPal die Infos zur Verfügung stellt, umso besser und schneller kann PayPal jeden Käuferschutzfall entscheiden. 

Stellt der Käufer einen Antrag auf Käuferschutz, weil der erhaltene Artikel erheblich von der Artikelbeschreibung des Verkäufers abweicht, und diesem wird zugestimmt, muss der Käufer den Artikel an den Verkäufer zurücksenden. Wichtig hierbei ist, dass die Ware an die von PayPal übermittelte Adresse versendet wird, da ansonsten die Bedingungen für den Käuferschutz nicht erfüllt sind. Zudem muss der Käufer einen entsprechenden Versandbeleg vorlegen, um den Kaufbetrag erstattet zu bekommen.

Darüber hinaus sollten Kunden immer die Retourbedingungen des Händlers prüfen, um sich möglicher Rücksendekosten bewusst zu sein. Auch wenn ein Antrag auf Käuferschutz gestellt und dieser bewilligt wird, werden die Rücksendekosten nicht von PayPal übernommen. Der Käuferschutz bezieht sich auf den Kaufpreis. PayPal bietet jedoch „Kostenlose Retouren“ an. Wenn ein Produkt mit PayPal bezahlt wurde und die Rücksendekosten bei Umtausch oder Rückgabe nicht vom Händler übernommen werden, übernimmt PayPal die Rücksendekosten bis zu zwölf Mal im Jahr und jeweils bis zu einer Höhe von 25 Euro. Dafür müssen Kunden „Kostenlose Retouren“ in ihrem PayPal-Konto einmalig aktivieren.

So erhalten Sie Ihr Geld zurück – Käuferschutz auf einen Blick

  • Sie haben etwas gekauft und mit PayPal bezahlt
  • Die Ware kommt nicht an oder weicht erheblich von der Beschreibung ab
  • Sie haben 180 Tage Zeit, PayPal die Problematik zu melden
  • Reagieren Sie zeitnah, wenn PayPal Sie auffordert, weitere Informationen einzureichen und stellen Sie diese umfassend zur Verfügung
  • PayPal prüft und bearbeitet jeden Antrag individuell
  • Weicht die Ware erheblich von der Beschreibung ab und Ihrem Käuferschutzantrag wird stattgegeben, senden Sie die Ware an die von PayPal mitgeteilte Adresse zurück und legen Sie PayPal einen entsprechenden Versandbeleg vor
  • Wenn PayPal den Käuferschutz-Fall für Sie entscheidet, und Sie gegebenenfalls die Ware zurückgesendet haben, erhalten Sie umgehend ihr Geld zurück

Weitere Informationen finden Sie hier.

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