Gastronovi: Digitales Hilfspaket für Gastronomen

Gastronovi: Digitales Hilfspaket für Gastronomen

Ein Bremer Anbieter von einem All-in-one Kassensystem für Gastronomen zeigt, wie hilfreich digitale Unterstützung während der Pandemie sein kann.

Die Gastronomie wurde durch die Corona-Krise besonders hart getroffen: Über Monate mussten Restaurants schließen oder versuchten durch Alternativen wie Lieferservices und Gutscheine die ausbleibenden Umsätze halbwegs aufzufangen – trotz laufender Kosten. Und die Zukunft scheint angesichts der anstehenden kühleren Jahreszeit unsicher. Das trifft auch die Zulieferer der Branche, wie den Software-Hersteller Gastronovi aus Bremen. Doch Gastronovi reagierte schnell und zeigte seinen Kunden mit Softwarelösungen und einfacher Bezahlung mit PayPal, dass Digitalisierung auch kurzfristig helfen kann, die Pandemie zu meistern.

Eine Gastronomie-Lösung für alles

Schon während ihres Studiums vor über zehn Jahren unterstützten die vier Gastronovi-Gründer Gastronomen in Bremen mit Websites. Die Beschwerden eines befreundeten Restaurantbesitzers brachten sie auf die entscheidende Idee. Dieser musste immer wieder an verschiedenen Stellen die gleichen Daten eintragen – sei es in der Buchhaltung, auf der eigenen Website oder auf den Speisekarten. Ein unnötiger Zeitaufwand. So machte sich das Team von Gastronovi daran, eine Lösung zu finden und diese Insellösungen zusammenzubringen.

2011 ging Gastronovi dann als Komplettlösung für Gastronomie offiziell an den Markt. Zeiterfassung, digitale Speisekarten, Tischreservierungen, Kalkulation, Kundenbindung, Einkaufssystem, Kasse, Warenwirtschaft und Marketing – eine Cloud-Anbindung der Module sorgt für eine zentrale Bedienbarkeit und alle Systeme sind immer gleichzeitig auf dem neuesten Stand. Die Cloud-Lösung ist dabei modular aufgebaut. Jeder Gastronom kann selbst entscheiden welche Software er braucht und zum Beispiel erst einmal mit dem Herzstück der Lösung, dem Kassensystem, starten und bei Bedarf weitere Module ergänzen.

Durch diese Flexibilität und Skalierbarkeit ist die Gastronovi-Software nicht nur für große Restaurants, Biergärten und Hotels, sondern auch für kleinere Take-away-Betriebe, Cafés, Bars und Foodtrucks interessant. Darüber hinaus bietet Gastronovi Schnittstellen zu Softwarelösungen, die das Gastronomiemanagement abrunden, beispielsweise zu Personalplanungssoftware oder Steuerungen für Schankanlagen.

Digitaler Neustart der Gastronomie

Seit der Gründung 2011 mit vier Personen ist viel passiert: Mittlerweile arbeiten über 90 Mitarbeiter im Unternehmen und betreuen knapp 4.000 Gastronomie-Kunden im deutschsprachigen Raum. Christian Jaentsch freute sich schon oft beim Restaurantbesuch darüber, wenn das eigene System im Einsatz war.

Doch die Corona-Pandemie ging auch an Gastronovi nicht spurlos vorbei. Geschlossene Restaurants sorgten zunächst auch bei Gastronovi für Kurzarbeit und Homeoffice. „Zum Glück sind wir selbst so digital aufgestellt, dass der Umzug der Belegschaft leicht möglich war. Mittlerweile finden Brainstormings wieder im Büro statt, da gerade die kreative Teamarbeit ohne Videokonferenz doch besser funktioniert“, erklärt der Entwicklungsleiter. Die Bremer versuchten aber schnell nicht nur sich selbst, sondern auch der Branche mit digitalen Antworten zu helfen.

So ermöglichte beispielsweise ein Bestellsystem, das eigentlich für digitale Bestellungen vom Sitzplatz entwickelt wurde, die schnelle Einrichtung eines Lieferdienstes. Das System ließ sich zudem leicht auf Gutscheine umstellen, mit dem die Gäste ihre Lieblingsrestaurants finanziell unterstützen konnten. „Dieses Modul haben wir sechs Monate kostenlos als Hilfspaket zur Verfügung gestellt, damit sich die Gastronomen über Wasser halten können. Das hat sehr gut funktioniert und wir haben sehr viel positives Feedback bekommen“, erinnert sich Jaentsch. Der Start lief einfach, da die Gastronomen mit bestehenden Daten aus dem Gastronovi Back Office – etwa einer Speisekarte, die für die Lieferung freigegeben wird – loslegen konnten.

„Im Prinzip steht man bei der Erstellung einer Onlineplattform für Gutscheine und Lieferservice vor ähnlichen Herausforderungen wie bei der Einrichtung eines Onlineshops. Bei beidem spielt die Integration einer etablierten Bezahlmethode wie PayPal eine zentrale Rolle“, so Jaentsch. „Unsere Lösungen werden sehr gut angenommen. So schlimm die Corona-Pandemie ist, sie hat auch die Digitalisierung enorm nach vorne gebracht. Die Gastronomie war in dieser Hinsicht zuvor eher rudimentär unterwegs. Jetzt wird umgesetzt, was vorher überhaupt nicht angedacht war. Das merken wir extrem“, so Jaentsch. Das zeigt sich auch an den Umsätzen von Gastronovi über PayPal, die Anfang März noch bei 200.000 Euro lagen und sich im Juli auf zwei Millionen Euro verzehnfacht haben.

Deutlich mehr Trinkgeld

Auch im Lockerungsbetrieb, in dem die Gastronomen wieder mit Abstandsregeln, Maskenpflicht und Desinfektion vorsichtig öffnen dürfen, helfen die digitalen Lösungen weiter. Kontaktloses Bestellen und Bezahlen ist auch vom Tisch aus möglich. Der Gast muss dank einer Web-App nichts installieren und kann mit einem QR-Code am Tisch seine Bestellung von der digitalen Speisekarte, ähnlich wie in einem Onlineshop, aufgeben. Auch das Bezahlen klappt direkt über die Webseite mit dem PayPal Express Checkout, ohne dass der Kellner an den Tisch kommen muss.

Von der Krise zum Rekordumsatz

Die erhöhte Bereitschaft zum Digitalisieren und die höhere Aufmerksamkeit bescherte Gastronovi nach der Krise im März einen Rekordumsatz im Mai. „Viele waren vorher zögerlich unterwegs, vor allem die junge Generation hat aber begriffen, dass die aktuelle Zeit mit den richtigen Lösungen auch in die Karten spielen kann“, resümiert Jaentsch. PayPal hilft nicht nur beim Bezahlen, sondern beim schnellen Onboarding-Prozess, den der Gastronom einfach selbst erledigen kann, indem er sein PayPal-Konto mit dem Gastronovi-System verknüpft. „Es ist dabei fast kein Support nötig“, so Jaentsch. PayPal hilft auch mit seiner internationalen Bekanntheit beim Einstieg in neue Märkte, wie aktuell bei Gastronovi Frankreich. „PayPal ist weltweit tätig und bekannt, so konnten wir zunächst schnell unser Bestellsystem in Österreich einbringen und nun in Frankreich an den lokalen Markt bringen. Es ist eine spannende Zeit mit sehr viel Potenzial“, resümiert Jaentsch.

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